kopfschaal.jpg

Gutsfischerei Schaalsee

ich möchte mich vorstellen Zucht und Ernte, Satzfische, Speisefische, Öffnugszeiten Gutsfischerei Schaalsee Veröffentlichungen, Pressemittelungen  Kontakt, Anfahrt, Impressum


Gutsfischerei

Wildfisch-Zertifizierung

Naturland
Wildfisch


Erbrütung Schaalseemaräne
Auszug
Pressemitteilung

Auszug
Förderantrag








Wiederansiedlung der Schaalseemaräne

Auszug aus einer Pressemitteilung des Biosphärenreservat Schaalsee:
Die ursprüngliche Schaalseemaräne gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr im Schaalsee sondern nur noch im Drewitzer See bei Alt Schwerin. Das soll sich wieder ändern.

Die Große Maräne ist der prominenteste Fisch unter insgesamt 28 Fischarten, die den Schaalsee bevölkern. Ihr Bild schmückt das Stadtwappen von Zarrentin. Vor exakt 100 Jahren wurde die Schaalseemaräne (Coregonus holsatus) durch den Wissenschaftler August Thienemann als eigenständige Maränenart beschrieben, die ursprünglich nur im Schaalsee und im Selenter See vorkam. Wegen ihres sehr begrenzten Verbreitungsgebietes wird sie auch als endemische Art bezeichnet.

Da es sich bei der Edelmaräne um einen sehr schmackhaften Speisefisch handelt, waren schon unsere Vorfahren an einem möglichst reichen Bestand dieses Fisches im Schaalsee interessiert und halfen mit dem Besatz von Jungfischen der Natur ein wenig nach. Bereits seit 1876 wurden u.a. „Blaufellchen“ aus dem Bodensee, die „Madümaräne“ aus Polen und verschiedene andere Arten der Großen Maräne in den Schaalsee eingesetzt.
Es kam zu einer genetischen Vermischung mit der Schaalseemaräne und letztendlich zu deren Verdrängung aus dem Schaalsee.

Aber es gibt Hoffnung, dass sie eines Tages wieder in seinem Wasser schwimmt. Denn auch die Schaalseemaräne wurde einst für den Besatz anderer Seen genutzt. So wurde sie um 1930 in den Drewitzer See bei Altschwerin eingesetzt, in dem sie bis heute in einer stabilen Population lebt. Diese Erkenntnis konnte durch umfangreiche genetische Untersuchungen von verschiedenen Maränenarten durch Dr. Lukas Krebs und Dr. Ralf Bastrop von der Uni Rostock gewonnen werden.

Damit Coregonus holsatus wieder ihren Weg in den Schaalsee findet, arbeitet seit 2013 eine länderübergreifende Arbeitsgruppe an einem Projekt unter dem Namen „Wiedereinbürgerung der Schaalseemaräne in den Schaalsee.“

Im Winter 2014/15 wurde durch den Fischer des Drewitzer Sees, Hans Werner Thomas, von den dort lebenden Maränen Laich gewonnen und erbrütet. Die geschlüpften Fischlarven durften drei Monate lang bis auf eine Größe von 4 cm heranwachsen und wurden im Juni 2015 im Schaalsee ausgesetzt. Rund 14 000 Exemplare dieser ursprünglichen Schaalseemaräne kamen mit Unterstützung der drei ansässigen Fischereibetriebe ins Wasser. (...)

Das Artenschutzprojekt, wird über die Fischereiabgabe der Länder M-V und S-H finanziert. „Mit im Boot“ sind die Fischer vom Schaalsee und vom Drewitzer See sowie die Fischereibehörden der Länder. Die Koordination und Leitung des Projektes liegt beim Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe.


Seitenanfang

zurück zu Erbrütung Schaalseemaräne

zurück zu Gutsfischerei

zurück zu Home


Aussetzen der ersten Brütlinge Juni 2015 MBrut2.jpg

MBrut3.jpg

MBrut4.jpg
copyright der vorstehenden Bilder: Biosphärenreservat Schaalsee

Erbrütungsanlage in Grambek Dez.2015 MBrut6.jpg