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Preisträger ökologischer Landbau 2012
Wir haben uns im Sommer 2011 um den Förderpreis Ökologischer Landbau im
Bereich "Artgerechte Tierhaltung, Tierzucht, und –fütterung"beworben
(unser Wettbewerbsbeitrag (2,7MB pdf)
und wurden nun im Rahmen der Grünen Woche 2012 in Berlin von Bundesministerin Aigner
als einer von drei Preisträgern ausgezeichet,
siehe auch www.foerderpreisoekologischerlandbau.de
Begründung der Jury
Die Jury schlägt den Biolandbetrieb "De Fischer ut Grambek" als Preisträger vor,
der sich für den Bereich "Tierhaltung, Tierzucht und –fütterung" beworben hat,
weil er eine mit Naturschutzbelangen abgestimmte ökologische Teichwirtschaft betreibt und neue,
innovative Formen der Fischfütterung eingeführt hat.
Der Fischverzehr, auch in der Bundesrepublik, nimmt zu, die Überfischung der Weltmeere auch.
Eine Lösung ist ökologische und artgerechte Fischzucht, wie sie vom "De Fischer ut Grambek" betrieben wird.
In 44 naturnah gestalteten Teichen mit insgesamt 32 Hektar Wasserfläche werden vorwiegend Karpfen,
aber auch Schleie, Hecht und Wels als Beifische gehalten. Die Besatzdichte ist so gewählt,
dass 50 Prozent des Gesamtzuwachses der Fische aus der Naturnahrung in den Teichen erfolgt.
Um eine möglichst hohe Eigenproduktion der Teiche an Fischnährtieren zu erreichen,
werden Enten mit Fischen in Polykultur gehalten.
Dazu sind bedrohte Nutztierrassen wie die Orpington- oder Pommernente ausgewählt worden.
Die Teiche sind eingehaust, das heißt mit Netzen überzogen worden,
damit ein gewisser Schutz vor Kormoranen gewährleistet ist,
der in früheren Jahren beim "De Fischer ut Grambek" große Verluste vor allem an Jungfischen verursacht hat.
Hierbei handelt es sich um eine sehr naturschutzverträgliche Lösung.
Ebenso werden Laich- und Jungfischteiche durch eingegrabenen Maschendraht und Elektrozaun vor Fischotter geschützt.
Als Ergänzung zum natürlichen Futterangebot muss vor allem im Jungfischstadium zugefüttert werden.
Seit einigen Jahren setzt "De Fischer ut Grambek" mit Erfolg Reinigungsreste von Getreide
eines benachbarten Demeter-Hofes ein, die neben Bruch- und Schmachtkörnern auch Reste von Wildkräutern und
Insekten enthalten. In Zusammenarbeit mit der Uni Kiel
wird zur Zeit untersucht (siehe auch BLE-Projekt),
ob das eine rentable und effektive Fütterungsvariante in der ökologischen Karpfenerzeugung darstellt.
"De Fischer ut Grambek" möchte in Zukunft vermehrt Insekten als tierische Eiweißfutterquelle einsetzen,
denn Fischmehl oder Soja (häufig genmanipuliert), wie es sonst noch in Aquakulturen eingesetzt wird,
ist keine dauerhafte Alternative mehr für die Zukunft.
Nicht zuletzt trägt "De Fischer ut Grambek" als Demonstrationsbetrieb im "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und
andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" durch zahlreiche Vorträge,
Teichführungen und Mitarbeit in Verbänden dazu bei, dass das Wissen um ökologische Fischzucht in der Öffentlichkeit
bekannter wird.
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Urkunde der Bundesministerin
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Schreiben der S-H Landwirtschaftsministerin
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